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Gipsen

gipsenAls Rigips wird umgangssprachlich Gipskarton bezeichnet, der beidseitig mit einem Kartonage-Bezug verkleidet ist und in Form von Gipskartonplatten im Akustik- und Trockenbau zum Einsatz kommt. Die beidseitige Kartonage nimmt Zugkräfte auf sich, wodurch eine sehr hohe Stabilität entsteht. Rigips ist nicht mit Gipswandbauplatten oder Gipsbauplatten zu verwechseln. Dieser 60 bis 100 mm starke Werkstoff besteht aus Stuckgips und ist umlaufend mit Feder und Nut versehen.

Durch die Vorteile von Rigips, zu der das geringe Gewicht, die schnelle und einfache Verarbeitung, der vergleichsweise hohe Feuerwiderstand sowie der geringe Flächenverlust zählen, kommt der Werkstoff vor allem zur Errichtung leichter, nicht tragender Wände, Dachschrägenverkleidungen, Estrichen und abgehängten Decken zum Einsatz. Durch die geringe Wasser- und Feuchtebeständigkeit kann Gipskarton allerdings nur im Innenbereich verwendet werden. In Regionen mit hoher Luftfeuchte kann die Kartonschicht ein Nährboden für Schimmel sein. Auch eine häufige Kondensation, wie sie im Badezimmer vorkommt, kann die Bildung von Mikroorganismen fördern.

Der Gips, der zur Herstellung von Gipsplatten genutzt wird, stammt entweder aus dem Bergbau oder aus Abfällen eines Kohlekraftwerkes. Grundsätzlich sind beide Materialien als gleichwertig anzusehen, es gibt aber kleine technische Unterschiede. So sind Platten aus REA-Gips etwas leichter während Produkte aus Naturgips bruchfester sind. REA-Gips ist dagegen bei der Produktion vorteilhafter: Im Vergleich zur Produktion mit Naturgips können Hersteller rund 50 Prozent Primärenergie einsparen.